Air-to-Air-Fotografie im Winter
Air-to-Air-Fotografie im Winter? Das klingt erst mal nach Kälte und nach schlechtem Wetter. Im Januar stand ich in Strausberg bei Berlin vor der Aufgabe, genau diese Aufgabe zu bewältigen. Anlass war ein Flugbericht der ultraleichten MD-3 Rider für den aerokurier mit der damit verbundenen Fotoproduktion von Flugzeug zu Flugzeug (Air-to-Air). Das Wetter: durchwachsen.
Hohe Stratusbewölkung, hier und da ein paar Nebelfelder. Also durchaus fliegbar nach Sichtflugregeln, aber eben nicht toll für Fotos. Es galt also, das Beste aus der Situation zu machen. Den besten Kompromiss aus Schärfe und drehendem Propeller erreiche ich normalerweise mit Werten um 1/250 sec im Modus “S”. Der Bildstabilisator des Nikon AF-S 70-200 2,8 VR hilft dabei, die (unvermeidliche) Ausschussquote zu reduzieren. Ich habe an diesem diesigen Tag die Empfindlichkeit der Nikon D700 auf ISO 400 hochgeschraubt, um die Blende bei gleicher Belichtungszeit weiter schließen zu können und somit eine höhere Schärfentiefe zu erreichen.
Nach dem Start – als Fotoflugzeug war eine ultraleichte Wild Thing im Einsatz – erwies sich das Wetter als besser als gedacht. Es war erwartungsgemäß etwas trüb, der Schnee überwiegend weggetaut, aber gerade wegen der Nebelfelder ergab sich das ein oder andere reizvolle Motiv.
Nebenbei lief das Garmin etrex mit, um den Pfad für späteres Geotagging aufzuzeichnen. Doch dazu mehr in einem anderem Beitrag.
Den Flugbericht der MD-3 Rider lesen Sie in der März-Ausgabe des aerokurier, die ab Ende Februar am Kiosk liegt.