UL mit Forschungsauftrag: Die FV-3 Delphin
Im Juni hatte ich die Gelegenheit, für den aerokurier eine Runde in der FV-3 Delphin zu drehen. Frank Vervoorst aus Sinzig baut diesen außergewöhnlichen Tandemsitzer.
Eigentlich wollte Frank Vervoorst – ehemals ein leitender Mitarbeiter von Walter Extras Flugzeugschmiede – ja ein Kunstflugzeug bauen. Dass am Ende “nur” ein UL dabei herausgekommen ist, darf schon beinahe als Glücksfall gelten. Denn die Delphin schaut nicht nur hervorragend aus, sie fliegt auch mindestens ebenso gut. Im Auftrag des renommierten Fraunhofer-Instituts erfüllt sie sogar Aufgaben im Namen der Wissenschaft: Sie fliegt für Radarmessflüge. Derzeit ist das UL noch ein Einzelstück, aber eine spätere Serienfertigung ist nicht ausgeschlossen.
Fotografisch lief der Termin bestens. Das Wetter war gut und ich hatte alle Zeit der Welt für ansprechende Bodenaufnahmen auf dem Heimatplatz der Delphin, dem zwischen Bonn und Koblenz gelegenen Segelfluggelände Mönchsheide. Hier und da habe ich den Polfilter aufgeschraubt, um Himmel und Wolken besser zu Geltung zu bringen.
Auch der anschließende Fotoflug lief sehr gut. Fotografiert habe ich aus dem geöffneten Fenster der Piper L-18 der BWSGH in Hangelar. Geflogen ist ein Kollege. Nicht ganz so einfach waren allenfalls die Lichtverhältnisse: Licht und Schatten wechselten sich unter den Wolken ab. Im Einsatz war die bewährte Air-to-Air-Kombination aus Nikon D700 und 70-200 2,8 VR II.